Digitalisierung
Was sind DiGA? Digitale Gesundheitsanwendungen einfach erklärt
DiGA sind geprüfte Apps auf Rezept, deren Kosten die Krankenkassen übernehmen. Wie eine Anwendung zur DiGA wird, welche Anforderungen das BfArM stellt und welche Bedeutung sie für die Versorgung haben.
Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, sind geprüfte Apps und webbasierte Anwendungen, die bei der Erkennung, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten unterstützen. Sie werden umgangssprachlich auch App auf Rezept genannt, weil Ärzte und Psychotherapeuten sie verordnen können und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen.
Die rechtliche Grundlage schuf das Digitale Versorgung Gesetz, das DiGA als reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung verankert hat. Zuständig für die Prüfung und Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM.
Wie eine Anwendung zur DiGA wird
- Medizinprodukt. Eine DiGA muss als Medizinprodukt einer niedrigen Risikoklasse zugelassen sein und die entsprechenden regulatorischen Anforderungen erfüllen.
- Nachweis positiver Versorgungseffekte. Der Hersteller muss belegen, dass die Anwendung einen medizinischen Nutzen oder eine Verbesserung der Versorgungsstruktur erbringt.
- Datenschutz und Sicherheit. Strenge Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Interoperabilität sind verpflichtend.
- Aufnahme in das Verzeichnis. Erst nach erfolgreicher Prüfung durch das BfArM wird eine Anwendung gelistet und damit verordnungs- und erstattungsfähig.
Welche Bedeutung DiGA für die Versorgung haben
DiGA erweitern das Versorgungsangebot um digitale Werkzeuge, die Patienten zwischen den Arztterminen begleiten. Sie kommen unter anderem bei chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen und in der Rehabilitation zum Einsatz. Für das Gesundheitssystem sind sie ein Beispiel dafür, wie digitale Innovation in einen regulierten und erstattungsfähigen Rahmen überführt werden kann.
DiGA und strukturierte Daten
Damit DiGA ihren Nutzen entfalten, müssen sie sich in die digitale Versorgung einfügen und Daten interoperabel austauschen. Dieselbe Logik gilt für alle digitalen Anwendungen im Krankenhaus. Lösungen wie anolink ZNA zeigen, wie strukturierte Datenerfassung und sichere Verarbeitung im Versorgungsalltag funktionieren und sich in bestehende Systeme integrieren lassen.
Fazit
DiGA sind ein wichtiger Schritt hin zu einer digitalen und patientenzentrierten Versorgung. Durch das geregelte Prüfverfahren des BfArM verbinden sie Innovation mit Sicherheit und Qualität. Für das Gesundheitswesen markieren sie den Übergang digitaler Anwendungen vom Nischenangebot zur erstattungsfähigen Regelleistung.
Quellen
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